Carsten Klatte

Carsten Klatte

„Bildungsbürgermusik“ nennt Carsten Klatte seinen Sound. Deutsche Texte, getragen von musikalischen Versatzstücken, welche sich, wie Klatte es selbst beschreibt, alle aus „der Mitte der Gesellschaft“ entnehmen ließen. Hip Hop, Schlager und Jazz, wobei ja eigentlich auch der Punk Rock schon längst mit dazu gehört.
Klattes Motto „Jazz ist der neue Punk“!

Klatte ist unbequem aber unterhaltsam. Tiefgehend aber nicht erdrückend. Klatte ist kulturpolitisch korrekt und fällt somit aus dem Rahmen, definiert sich selbst als das Zentrum des Geschehens, oder besser gesagt der Wahrnehmung, was ihn eigentlich erst zum Künstler macht, und schafft so Raum für echten Individualismus und somit auch, für echte Individuen. Wer auch immer sich dazu zählen mag, Klatte nennt sie „Deserteure“. Deserteure der Musik. Deserteure der Gewohnheiten, Deserteure der Glaubenssätze, Deserteure des „Rahmenprogramms“. Klatte sprengt ihn, jedoch tut er das auf eine eigentümlich zärtliche Art und Weise. Carsten Klatte ist „non embedded“, Enfant Terrible und/oder Underdog. Virtuos, gerade wer ihn live erlebt hat, weiß das zu bestätigen und direkt, ohne jedoch die eigene Verspieltheit dabei in irgendeiner Art aufzugeben. No Go? „Geht nicht“ gibt es in diesem Fall dann nicht, also „wirklich“ nicht.
Carsten Klatte desertiert und macht dabei die Grauzone, welche ja eigentlich immer da ist, weil ja eigentlich alles Grauzone ist, erst einmal einsehbar und dadurch dann so attraktiv, dass man sich am liebsten gleich dort einrichten möchte. Aller Anfang ist der Deserteur. Carsten Klatte präsentiert sie alle.

Musik zwischen „Mutter“ und Mingus, Cäthe oder Cholera. Klatte ist das Unikat.


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