Griechenland Russland Kommentar inkl Oceana’s „Endless Summer“ und Jeanine Michaelsen, die Internet-Else

Hallo zusammen,

Griechenland gewinnt gegen Russland und steht im Viertelfinale. Bei aller Schadenfreude muß uns das eine Warnung sein, denn wir werden ja als ebenso klarer Anwärter auf den Gruppensieg gehandelt wie die Russen bis vor drei Stunden.
Dazu das ZDF und die Seebühne. Ich werde damit nicht glücklich. Mir
erscheint der ZDF-Fußballstrand in Heringsdorf mittlerweile schlimmer als
Omaha Beach 1944. Leider hatte ich vor den Spielen heute nichts Besseres zu
tun, als die Vorberichterstattung zu gucken. Das ist ja mittlerweile nur
noch Boulevard. Ein Besuch bei Kubas Großeltern, wo noch einmal die traurige
Geschichte seiner Jugend aufgewärmt wird und dann natürlich Jeanine
Michaelsen, diese unerträgliche Internet-Else, die den ganzen Tag googelt,
um dann mit Kleinmädchenstolz alte Fotos von Oliver Kahn zeigen zu können.
Schließlich der absolute Höhepunkt: Der offizielle EM-Song, „Endless
Summer
„, runtergeleiert von einem Gesangssternchen namens Oceana.
Osteuropäischer Luderpop vom Feinsten (ohoh-yeahyeah-endless
summer-ohoh-yeahyeah-party in the sun-blabla-jaja-undsoweiterundsoweiter),
der bei jedem Eurovision Song Contest zu den To Five gehören würde. Ich bin
alt, ich bin langweilig und ich bin altmodisch. Ich brauche kein Event, mir
reichen die Spiele.

Deshalb hier drei Dinge, die ich in Zukunft nicht mehr sehen möchte:
1. Junge Mädchen, die sich die Landesfarben auf die Wangen geschmiert haben.
2. Außenreporter, die in irgendwelchen Menschenmengen stehen und von der
„Stimmung im Land“ berichten.
3. Experten, Journalisten, Trainer oder Spieler, die „Leidenschaft“ fordern,
vermissen oder bejubeln.

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