Am Anfang war alles so schön – über Beziehungen in der Sackgasse

Mmmm ja, am Anfang lernt man sich kennen, ist sozusagen entzückt voneinander, unternimmt viel, ist bei jeglichem Kontakt aufgeregt like hell und vermisst sich unheimlich. Na, kommt das jemandem bekannt vor? Falls ja, dann kennt man vielleicht auch das Gefühl, wenn das alles verflogen ist und die Welt gar nicht mehr rosig aussieht. Man es also nicht geschafft hat, etwas Schönes aufrecht zu erhalten und dann irgendwie nur in der Klemme steckt. „Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.“ Frust macht sich breit. Oh ja, falls es euch geht, dann hier ein kleiner Trost: ihr seid nicht die Einzigen. Aber ob das gesund ist? Ich wage mich mal, das anzuzweifeln.

 Welche Ziele habe ich?

In erster Linie ist es von Bedeutung zu wissen, welche Ziele man selbst vor Augen hat. Das kann alles sein, auch der größte ausgesponnene Quatsch. Was einen glücklich macht, ist erlaubt. Und nun … will ich das mit meinem Partner erleben? Passt dieser Partner da rein? Man muss nicht immer die gleichen Ziele verfolgen, aber ein jeder wird in seiner Vorstellungskraft wissen, was möglich ist und was nicht. Beantwortet man die Frage mit „ja“ lohnt es sich doch zu versuchen, aus dem Trott wieder rauszukommen. Beantwortet man die Frage mit „Nein“ kommen die Gründe ins Spiel, die einen doch noch bei der Person bleiben lassen. An erster Position steht da (hoffentlich) die Liebe, wobei man immer wieder merkt, dass Liebe nicht alles ist und einen längst nicht gemeinsam bis ans Ende der Welt führt. Aber wenn Liebe da ist, dann sind die Chancen einen Weg zu finden, auf jeden Fall da. Viel komplizierter wird es bei Gründen wie „Angst vorm Alleinsein“ oder gar „Wird mich überhaupt noch jemand nehmen?“. Solche Überlegungen sind persönlicher Natur und eng mit mangelndem Selbstbewusstsein verbunden. Am Ende führen sie wohlmöglich dazu, dass man in die Enge getrieben wird und frustriert ist.

Wer ist schon gerne frustriert? Man lebt doch nur einmal.

Es ist immer schwer den „Chip zu wechseln“, bei vielen Dingen können wir objektiv sein, aber in solchen Situationen hängen wir mit soviel dringen, dass wir nur eine gewaltige Mauer spüren. „Wir wohnen doch zusammen, wir haben alles gemeinsam angeschafft, da ist doch noch der laufende Kredit und die Katzen?? Oh man ja, die Katzen!“ Nee, nee, eine Trennung kommt gar nicht in Frage, also geht es weiter und weiter. Das Ende der Geschichte wird wohl der große Knall sein. Dann geht man Zigaretten kaufen und kommt nie wieder.

 Jeder ist seines Glückes Schmied.

Man kann nie eindeutige Tipps geben, da jeder mit seinen eigenen Geschichten fest in sowas verankert ist, ratsam ist mit Sicherheit sich seine Träume vor Augen zu halten. Was will ich? Kann ich es so erreichen? Passt es wirklich? Will ich wirklich jetzt schon eine Familie? Will ich heiraten? Niemand kann sein Leben bis zum Ende hin durchplanen, aber wenn eins klar ist, dann dass jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist und wenn man es nicht in die Hand nimmt, einfach auf der Strecke bleibt. Eins sollte man allerdings nicht außer Acht lassen: Von Schuld sollte nicht die Rede sein, sondern eher von Verantwortung … und diese tragen beide!

(suyai)

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